
Ziegelei-Ausstellung im Museum Industriekultur eröffnet
Am Sonntagmorgen ist die Ausstellung der Fotografischen Gesellschaft Osnabrück (FGO) mit Bildern aus dem LWL-Museum Ziegelei Lage (Kreis Lippe) und der Ziegelei Hollage in einer Vernissage im Museum Industriekultur eröffnet worden. Museumsleiterin Vera Hierholzer sagte in ihrer Begrüßung vor 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dies geschehe „sehr passend zum Tag des offenen Denkmals“. Sie nannte es spannend, beide Ziegeleien – die historische und die aktuelle – auf den Fotos nebeneinander zu sehen und wies darauf hin, dass der Verein sich seit sechs Jahren mit der „Industriekultur andernorts“ beschäftigt.
Laura Opel, stellte kurz das LWL-Museum Ziegelei Lage vor, in dem sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitet. Jeder Besucher könne dort Ziegelsteine selber formen und sich in Workshops mit dem Rohstoff Ton beschäftigen, zum Beispiel beim Bau von Springbrunnen. Einmal im Jahr werde der Ringofen angefeuert. „Es ist laut, es ist staubig, man kann es riechen“, sagte sie dazu.
Opel gab auch einen geschichtlichen Überblick zur Ziegelei die 1909 in Sylbach durch Gustav Beermann gegründet wurde. Die Familie betrieb auch eine Landwirtschaft, und das Pferd Hektor konnte sowohl Loren als auch einen Pflug ziehen. Abschließend lud sie zum Besuch der neuen Dauerausstellung ein.
FGO-Mitglied Michael Heins erwähnte in einem kurzen Streifzug durch die Geschichte, dass es Ziegel seit mehr als 10.000 Jahren gibt und sie die „Motoren der Industrialisierung“ waren. Prägend seien Ziegel unter anderem in der Backsteingotik.
Abschließend dankte Museumsleiterin Hierholzer dem Webmaster der FGO, Kevin Schadowski, für seine Unterstützung beim Aufbau der Ausstellung und dem Vorsitzenden der FGO, Heinrich Vennemann, für die gute Kooperation.



